Freitag, 10. Juli 2015

Das Nabel - Ich

Ich bins. Nix besonderes. Nur ich. Ich als Nabel der Welt. Für mich nur natürlich. Gibt ja nur einen, Achja, jeder hat seinen eigenen. Und ist sein eigner Nabel. Ist ja dran nix verkehrtes. Damit kommen wir zur Welt. Nur wenn wir nur um unseren eigenen ständig kreisen, gibts nen Problem. Eines der vielen anderen Probleme, die die Welt bewegen. So wie den eigenen Nabel. Um den kreist sich nämlich doch eigentlich fast alles. Ist immerhin ja mein Mittelpunkt. Und mag man den selber oder jemand anders schön oder nicht schön finden. Er ist und wird immer Dein eigener bleiben. Ob Du das gut findest oder finden wirst. Er ist es, der Dich immer dran erinnert: Du kommst woher. Und das bist nun mal eben Du.

Soweit der kleine philosopische Ausflug zum Nabel-Ich.

Worum gehts? Also eigentlich? So ganz tief im Nabel? Nun, manchmal sitzt es ganz schön tief. Der Nabel und das was drin herum geht. Nämlich das Innerste. Ich rede jetzt nicht in einer Metapher. Sondern symbolisch. Tief in uns drin ist etwas, was gemeinhin früher als "die Nieren", also das Innerste definiert wurde. Also eben der Nabel. Und das ist ganz wichtig für uns. Es defiert ebend, wer wir sind. Oder eben nicht. Nabellose Wesen gibts zwar in der Medizin, aber seelisch ist jemand nabelloses wie jemand ohne entwickelte Mitte.

Genauso wenn jemand mit dem Nabel-Ich noch was dran hat, was da nicht hingehört. Die Nabel-Ich-Schnur nämlich. Wenn da noch was dran hängt, was da nicht mehr hin gehört. Also jemand der noch an der Nabelschnur hängt. Das ist so ungesund wie auch eklig zuweilen. Nur merkt mans selber oft nicht. Nur die anderen, die merken das um einen rum.

Manchmal wünscht man sich den nämlich weg. Den Nabel und alles was damit zu einem gehört. Geht aber nicht. Weil das alles nämlich zu Dir gehört.

...Schwere Gedankenpause...

Manche Menschen werden im Laufe des Lebens mit Dir ganz tief sich verbinden, fast schon eine 'Nabelbindung' eingehen. Und den hat man dann gemeinsam. Und je länger man zusammen war und ist, desto tiefer und gemeinsamer gehen dann die 'Nabelempfindungen'.

Auch ich hab sowas schon empfunden. Und hab das wieder verloren. Mein lieber 'Nabel', wenn Du das hier liest: Du, ja Du bist gemeint. Du kennst mich - oder vielleicht auch nicht mehr, aber ich vergass Dich nie und werd Dich nie mehr vergessen. Die bist für immer in meinem 'Nabel' eingewachsen. Wir waren schon fast wie ein Nabel. Aber ich habs vermasselt. Hab obwohl ichs tief im innersten spüren müsste, die Nabelschnur durchgerissen. Und bin fast verblutet dabei.

Jetzt, nach vielen Jahren schon, tut es noch immer weh, ab und an. Und ich denke, wir waren auf dem Weg zum perfekten Nabel. Vielleicht merkst Du auch noch mal ab und ein ziehen so im Bauch. Und das erinnert Dich dann an mich.

Ich denke immer noch an Dich, mein Nabel. Und bereu keinen der Momente dich gekannt zu haben.
Und ganz ehrlich: ich wünsch mir Dich zurück. Sehr oft sogar. Es gab nix besseres als Dich.

Es gibt eben das nur ein einziges Mal, so einen Nabel.

Ich liebe Dich. Machs gut, mein Nabel.

Montag, 31. Dezember 2012

Ist schon alles gesagt
und in Worte gefasst?
Ist schon alles gefragt
und die Antwort erfasst?
Oder ist der Tod meiner Seele
der Grund meines Schweigens,
dieses endlosen Reigens
von Leere und Nichts?
Keine Spur mehr von dem,
was mich einst bewegte,
den Gedanken, Gefühlen,
von denen ich lebte.
So als wär´s nie gewesen
bin ich von Wüste umgeben.
Und doch ein Wissen irgendwo:
Mein Dasein war nicht immer so!


Du...

Weißt Du..

Weißt Du wirklich wie es mir geht? Hast Du Du dich das jemals gefragt?

Hast Du..

Hast Du jemals mir in die Augen, ins Herz geblickt?

Hast Du..

Hast Du dich jemals gefragt, was Fassade ist, was wirklich dahinter abgeht?

Siehst Du..

Siehst Du die Traurigkeit, den Ernst, die Gegenwart? Das fehlen der Träume?

Begreifst Du..

Begreifst Du die Tiefe, die Dunkelheit, die Wunden?

Hörst Du..

Hörst Du die lautlosen Schreie, die wasserlosen Tränen, die sich verlieren?

Kennst Du..

Kennst Du den unbegreiflichen Ozean, der mich oft umfängt und davontreibt in meiner Nussschale?

Hast Du..

Hast Du mir jemals in die Augen geblickt? Hast Du?


Dann sag mir...


Was hast Du gesehen?

Samstag, 16. Juni 2012

Früher

Früher wünschte ich mir so viel,

Teil eines Großen zu sein,
Teil einer Gemeinschaft,
Teil eines Starken,

doch wenig blieb mir davon.

Weiß nicht mehr wo ich stehe,
dunkel ist mein Licht
und Finsternis mein Begleiter.

Wohin nur.. ist alles hin, geht alles.

Donnerstag, 14. Juni 2012

Sehnsucht

‎"Hinter aller Traurigkeit,

hinter aller Sucht,

hinter aller Verzweiflung,

hinter allen Schmerzen,

hinter aller Enttäuschung,

hinter aller Gewalt,

hinter jeder Intrige,

hinter aller Dunkelheit,

hinter allen Fragen...

steckt tief verborgen eine Sehnsucht.



Sehnsucht ist die Suche

nach einem Paradies,

nach Heimat,

nach Schönheit,

nach Liebe,

nach dem was in Ewigkeit bleibt - nach Gott."

(Michael Stahl)



..Und er hat recht.. oder?

Mittwoch, 6. Juni 2012

Gewohnheit

Wenn Dein Leben nur noch ein Nebel ist
ohne Grund und ohne Inhalt
wie ein Gedanke, der vergeht

und Du schwebst durch den Tag
bist weder im Gestern , noch im heute
und vom morgen weißt Du nichts

ob die Augen offen oder geschlossen
es kommt Dir eine Leere vor
das Vakuum der Traumlosigkeit

wie als hätte Dir jemand dein Inneres
durch Leere ersetzt
und Du füllst es mit Gerümpel

wie als wärest Du nur noch Schema und Gestalt
aus Gewohnheit und ohne Ziel
im weiten Meer des Lebens

Ozean ohne Sinn
schwimmst Du von Insel zu Insel
und findest die Insel leer, öde, fade

wo Deine Stimme verstummt
wo der Blick nur noch Trübe und blass
durch die Leere schwebt

weil Dein Leben was Du hast
pure Gewohnheit geworden ist
und Dein Ziel verschwimmt in der Ferne

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Ein-Sam-Er im Regen

Wie ein dunkler Schatten
der über dem Leben hängt
wie Wolken, drohend am Himmel
Sturm, nichts Gutes
so hängt dies über dem Gemüt

Alles setzt Du dem entgegen
suchst Schutz davor
rennst weg
auf der Suche nach Deckung
Und doch erwischt es dich
ohne das Du es ändern kannst

Du fällst in Dir selbst zusammen
weichst dem nicht länger aus
und stellst Dich dem
was wirklich wahr geworden ist
im Leben, für Dich

Bleibst stehen
ohne Trost
im Regenschauer
der Dich eingeholt hat
und dich durchnäßt

Aushalten
ist das einzige was Dich
am Leben hält
der Wille, durchzuhalten
die Wahrheit
kostet Dich jede Träne
die Du aufzubieten hast

Und Du erkennst in Wahrheit
wie kraftlos Du bist
und kein Trotz mehr Du diesem
zu entgegnen hast

Nur die Hoffnung
auf ein Wunder