Freitag, 19. Dezember 2008

Die kleine Schraube

Es gab einmal in einem riesigen Schiff eine ganz kleine Schraube, die mit
vielen anderen ebenso kleinen Schrauben zwei große Stahlplatten miteinander
verband. Diese kleine Schraube fing an, bei der Fahrt mitten im Indischen
Ozean, etwas lockerer zu werden und drohte herauszufallen. Da sagten die
nächsten Schrauben zu ihr: “Wenn du herausfällst, dann gehen wir auch. Und
die Nägel unten am Schiffskörper sagten:“ Uns wird es auch zu eng, wir
lockern uns auch ein wenig.“ Als die großen eisernen Rippen das hörten, da
riefen sie: „Um Gottes Willen bleibt; denn wenn ihr nicht mehr haltet, dann
ist es um uns geschehen!“

Und das Gerücht von dem Vorhaben der kleinen Schraube verbreitete sich
blitzschnell durch den ganzen Körper des Schiffes. Er ächzte und erbebte in
allen Fugen. Da beschlossen sämtliche Rippen und Platten und Schrauben und
auch die kleinsten Nägel, eine gemeinsame Botschaft an die kleine Schraube zu
senden, sie möchte doch bleiben; denn sonst würde das ganze Schiff bersten
und keine von ihnen die Heimat erreichen.

Das schmeichelte dem Stolz der kleinen Schraube, dass ihr solch ungeheure
Bedeutung beigemessen wurde, und sie ließ sagen, sie wolle sitzen und
bleiben.
(Rudyard Kipling)

Wie gerne möchten wir uns manches mal aus unseren Beziehungen und Aufgaben
herauslösen. Wir halten unsere Gaben oder auch Aufgaben für klein und
bedeutungslos.
Wer bin ich schon? Was kann ich schon in meiner Familie, oder in meinem Beruf
oder in meiner Gemeinde bezwecken? Wenn ich wegfalle, dann fällt das niemandem
auf.

Umgekehrt kann es auch sein, dass man sich für zu groß, zu wichtig und auch
für unersetzbar hält. Manche Menschen meinen, dass ohne sie alles
zusammenbrechen würde.

Lernen wir, ein Leben in der Abhängigkeit Gottes zu führen. Jeder Mensch hat
einen Platz in dieser Welt, den nur er ausfüllen kann. Bei Gott geht es nicht
um Erfolg, sondern um Treue. Es geht nicht um große Taten, sondern um
Gehorsam. Es geht nicht darum, von Menschen gesehen zu werden, sondern wie Gott
mein Leben beurteilt. Wenn wir diese Sicht haben, dann leben wir anders. Das
Geringe ist bei Gott hoch angesehen. Das gibt Mut, auch für den kleinsten
Dienst.

Jesus spricht: „Der größte unter euch soll euer Diener sein. Denn wer sich
selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird
erhöht.
Matthäus 23,11-12


Wie oft halte ich mich als unnötig, als die letzte Schraube am Wagen,
so das es auch ohne mich gehen würde. Aber das tut es nicht.
Ich bin genau da richtig wo ich bin. Wenn mein Weg seinen Spuren folgt,
dann bin ich genau da wo ich sein soll. Alles andere soll ich seine Sorge sein lassen.
Die Schraube soll nur ihren Zweck erfüllen. Halten.

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Die gute Hausfrau

Heute gehts es mal um - oder besser: an - die guten Hausfrauen.
Was zeichnet eine gute Hausfrau aus?
Die geputzten Fenster? Die aufgeräumte und geputze Wohnung?
Nein, es geht um viel mehr.

Wir neigen dazu, von außen nach innen zu schauen. Und darauf zu schauen, was gut aussieht in unseren Augen.
Bei Jesus ist das jedoch anders. Er schaut das Herz an.

Laßt uns nach oben schauen, dort wo unser Heiland ist. Und uns seine Gesinnung anschauen, seine Gedanken.
Wenn wir ihn anschauen, verwandelt er uns, spricht uns an, gestaltet uns um im Herzen.
Das ist sein Geheimnis. Das ist sein Schatz. ER ist der Schatz. Und der ist mehr wert als alle Schätze der Erde.

Herr wir wissen dass Du lebst, heut in unserer Zeit,
das Du uns zur Seite stehst, bis in Ewigkeit!
Lass uns Herr auf Dich nur sehen, Du gehst uns voran,
niemals eigne Wege gehen, auf der Lebensbahn!

Jeden Tag, jede Nacht, jeden Augeblick,
umgibt uns Deine Gegenwart,
HErr Du hast uns lieb!



Anna ist eine Frau im mittleren Alter, die in unsere Gemeinde geht. Seit
einigen Jahren ist sie gläubig. Sie kommt immer allein. Ihr Mann will vom
Glauben nichts wissen. Anfangs hatte er ihr sehr viele Steine in den Weg
gelegt. Er hat ihr verboten zu den Bibelstunden zu gehen und ihr jeglichen
Kontakt zu Gläubigen untersagt. Doch Anna gibt nicht auf und sucht immer
wieder eine Lücke, wo sie Gemeinschaft mit anderen Christen haben kann. Trotz
aller Schwierigkeiten geht sie ihren Glaubensweg und strahlt mit ihrem ganzen
Wesen die Liebe Jesu aus.

Ab und zu rufe ich Anna an, aber nur vormittags, weil dann ihr Mann an der
Arbeit ist. Als ich wieder mal mit ihr telefoniere sagt sie mir: „Gerade habe
ich meine Stille Zeit gemacht. Wenn morgens alle aus dem Haus sind, nehme ich
meine Bibel, lese und bete. Dazu nehme ich mir immer eine Stunde Zeit. Das
brauche ich.

Neulich ist mein Mann dahinter gekommen. Er hat fürchterlich getobt. Er hat
mir Vorwürfe gemacht, dass ich mich so einfach hinsetze und faulenze, wenn er
nicht da ist. Ich solle mich besser um meinen Haushalt kümmern und den Garten
in Schuss halten. Im Garten wäre Unkraut und die Gardinen hätte ich auch
länger nicht gewaschen ...“

Ich fragte zurück: „Und was hast du dann gesagt?“ Anna antwortete: „Ich
habe meinen Mund gehalten, denn dann wäre er ganz ausgerastet. Ich habe
geschwiegen, aber zu meinem Herrn Jesus habe ich gesagt: ‚Es bleibt alles wie
es war.‘

Dann gab mir Gott noch einen Gedanken: Wenn ich einmal im Himmel vor seinem
Thron stehe, wird mir Gott nicht auf die Schulter klopfen und sagen: ‚Anna,
was warst du doch immer für eine gute Hausfrau. Bei dir gab es nie ein
Staubkorn, man konnte bei dir vom Fußboden essen. Und deine Gardinen waren
auch immer gewaschen und auch auf deinen Garten konnte ich stolz sein‘. Nein,
das wird Jesus nicht zu mir sagen.

Er wird sagen: Was war das immer schön, dass du dir mitten in der Arbeit so
viel Zeit für mich genommen hast. Du wusstest, worauf es wirklich ankommt. Die
Gemeinschaft mit mir war dir das Wichtigste. Und das hat dir immer wieder Kraft
gegeben.“

Ich muss sagen, dass mich diese Aussage schwer beeindruckt hat. Was uns wichtig
ist, dafür nehmen wir uns auch Zeit. Gott möchte den ersten Platz in unserem
Leben einnehmen.

Jesus spricht: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner
Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen“. Matthäus 6,33


Quelle: www.auftanken.de




Dazu passt die Geschichte aus Lukas 10, 38:

Als sie aber weiterreisten, kam er in ein Dorf; ein Weib aber namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.
Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hieß, die setzte sich zu Jesu Füßen und hörte seiner Rede zu.
Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und sie trat herzu und sprach: Herr, kümmerst du dich nicht darum,
daß mich meine Schwester allein dienen läßt? Sage ihr doch, daß sie mir helfe!
Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du machst dir Sorge und Unruhe um vieles;
eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt; das soll nicht von ihr genommen werden!

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Unterbrich mich nicht HERR, ich bete!

Vater unser, der du bist im Himmel...
Ja?
Unterbrich mich nicht! Ich bete.
Aber du hast mich doch angesprochen!
Dich angesprochen? äh... nein, eigentlich nicht. Das beten wir eben so: Vater unser, der du bist im Himmel.
Da, schon wieder! Du rufst mich an, um ein Gespräch zu beginnen, oder? Also, worum geht’s?
Geheiligt werde dein Name...
Meinst du das ernst?
Was soll ich ernst meinen?
Ob du meinen Namen wirklich heiligen willst. Was bedeutet das denn?

Es bedeutet... es bedeutet... meine Güte, ich weiss nicht, was es bedeutet! Woher soll ich das wissen?!?
Es heisst, dass du mich ehren willst, dass ich dir einzigartig wichtig bin, dass dir mein Name wertvoll ist.
Aha, Hm. Ja, das verstehe ich. Dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden...
Tust du was dafür?
Dass dein Wille geschieht? Natürlich! Ich gehe regelmässig zum Gottesdienst, ich zahle Gemeindebeiträge und Missionsopfer.
Ich will mehr: dass dein Leben in Ordnung kommt; dass deine Angewohnheiten, mit denen du anderen auf die Nerven gehst, verschwinden; dass du von anderen her und für andere denken lernst; dass allen Menschen geholfen werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, auch dein Vermieter und dein Chef. Ich will, dass Kranke geheilt, Hungernde gespeist, Trauernde getröstet und Gefangene befreit werden; denn alles, was du diesen Leuten tust, tust du doch für mich.
Warum hältst du das ausgerechnet mir vor?!? Was meinst du, wie viele steinreiche Heuchler in den Kirchen sitzen. Schau die doch an!
Entschuldige! Ich dachte, du betest wirklich darum, dass mein Herrschaftsbereich kommt und mein Wille geschieht. Das fängt nämlich ganz persönlich bei dem an, der darum bittet. Erst, wenn du dasselbe willst wie ich, kannst du ein Botschafter meines Reiches sein.
Das leuchtet mir ein. Dann darf ich jetzt mal weiterbeten? Unser tägliches Brot gib uns heute...
Du hast Übergewicht, Mann! Deine Bitte beinhaltet die Verpflichtung, etwas dafür zu tun, dass die Millionen Hungernden dieser Welt ihr tägliches Brot bekommen.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...
Und Heinz?
Heinz? Jetzt fang auch noch von dem an! Du weisst doch, dass er mich öffentlich blamiert, dass er mir jedesmal dermassen arrogant gegenübertritt, dass ich schon wütend bin, bevor er seine herablassenden Bemerkungen äussert. Und das weiss er auch! Er nimmt mich als Mitarbeiter nicht ernst, er tanzt mir auf dem Kopf rum, dieser Typ hat...
Ich weiss, ich weiss! Und dein Gebet?
Ich meinte es nicht so.
Du bist wenigstens ehrlich. Macht dir das eigentlich Spass, mit soviel Bitterkeit und Abneigung im Bauch herumzulaufen?
Es macht mich krank!
Ich will dich heilen. Vergib Heinz, und ich vergebe dir. Dann ist Arroganz und Hass die Sünde von Heinz, nicht deine. Vielleicht verlierst du Geld; ganz sicher verlierst du ein Stück Image, aber es wird dir Frieden ins Herz bringen.
Hm. Ich weiss nicht, ob ich mich dazu überwinden kann.
Ich helfe dir dabei.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen...
Nichts lieber als das! Meide bitte Personen oder Situationen, durch die du versucht wirst.
Wie meinst du das?
Du kennst doch deine schwachen Punkte. Unverbindlichkeit, Finanzverhalten, Sexualität, Aggression, Erziehung. Gib dem Versucher keine Chancen!
Ich glaube, dies ist das schwierigste Vaterunser, das ich je betete. Aber es hat zum erstenmal etwas mit meinem alltäglichen Leben zu tun.
Schön, wir kommen vorwärts. Bete ruhig zu Ende.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Weisst du, was ich herrlich finde? Wenn Menschen wie du anfangen, mich ernst zu nehmen, echt zu beten, mir nachzufolgen und dann das tun, was mein Wille ist; wenn sie merken, dass ihr Wirken für das Kommen meines Reiches sie letztlich selbst glücklich macht.


(Clyde Lee Herring, aus Buzz)

Dienstag, 25. November 2008

Der Sandmann

Eine Parabel wie der Feind Gottes, der Satan, arbeitet.

Tausende von Sandmännern sind Tag für Tag mit schweren Sandsäcken unterwegs,
um die Menschen in einen tiefen Schlaf zu bringen. Eines Tages ließ der
Obersandmann alle Sandmänner zu sich rufen: „Ihr habt gute Arbeit getan. Die
halbe Welt schläft schon; doch wir müssen intensiver und schneller arbeiten.
Unser Feind – ihr wisst, der Sohn aus dem anderen Reich – will seine Leute
holen. Wir müssen seine Anhänger so schläfrig machen, dass sie nicht mehr
für ihn arbeiten können.

Die Christen müssen gleichgültig, ganz gleichgültig werden. Wenn möglich,
bringt sie in einen Dauerschlaf. Auf keinen Fall am Sand sparen. Streut und
blockiert, wo ihr nur könnt. Und vor allen Dingen: Verhindert die
Missionsarbeit, denn die ist am Gefährlichsten für uns. Der Gottessohn wird
dann wiederkommen, wenn alle Völker erreicht sind. Auf, an die Arbeit und
beeilt euch!“

Die Sandmänner ziehen wieder aus. Wo immer sie Anhänger oder Freunde des
Sohnes finden, da streuen sie ihren Sand aus. Manche Gläubige kommen gar nicht
mehr zum Gebet oder zum Lesen in Gottes Buch. Sie schlafen schon vorher ein.
Andere sind ständig so müde, dass sie sich nur ruhen oder sich ablenken
müssen. Die Sandmänner sind zufrieden. Es schlafen mehr Menschen als je zuvor
und die Gleichgültigkeit hat tüchtig zugenommen. Unermüdlich sind die
Sandmänner unterwegs.

Heute wollen sie sich um einen Gebetskreis kümmern. Sie treffen sich gerade.
„Hört“, sagt einer der Gläubigen, „wir sollen um mehr Arbeiter im Reich
Gottes beten, damit die große Ernte eingebracht werden kann!“ Die Sandmänner
erschrecken. Auch das noch, jetzt sprechen sie von diesem wichtigen Auftrag
Jesu. Schnell ein bisschen Sand in die Augen. Bald werden sie alle fest
schlafen. Und weiter geht es mit dem Sack. Man streut hier und da ein bisschen
Sand, baut Hindernisse auf und bringt viele Menschen in einen gemütlichen
Schlaf.

Am Abend hat der Sandmann noch einmal Glück. Da ist eine Missionsversammlung.
Hier muss besonders viel gestreut werden. Einige Menschen schlafen sofort ein,
es hatte sie ja sowie nicht interessiert. Sollen sie gut schlafen. Spricht doch
dieser Missionar wieder von dem wichtigen Gebet um Erntearbeiter. Das könnte
wirklich sehr, sehr gefährlich werden. Wenn Gottes Boten in die Welt gehen,
dann wecken sie viele Schläfer auf. Der Sandmann gibt sich alle Mühe, streut
noch einmal tüchtig, aber längst nicht alle schlafen ein.

Auf dem Nachhauseweg schaut er noch einmal bei den Betern herein. Zu seinem
Entsetzen sind alle noch hellwach. Hatte er etwas falsch gemacht? Das konnte
nicht sein. Der Sandmann steht vor einem Rätsel und fragt seinen Chef, den
Obersten der Sandmänner. Dieser sagt: „Ja, da haben wir ein echtes Problem.
Wenn die Leute erst am Beten sind, schlafen sie einfach nicht ein. Deshalb
müssen wir sie schon vorher davon abhalten. Streut ihnen Sand in die Augen,
bevor sie beten. Bei den Betern haben wir ganz schlechte Karten. Sie wissen um
die Macht des Sohnes. Daher können wir bei ihnen nichts ausrichten. Doch macht
weiter. Macht weiter. Es gibt genug Menschen, die gerne schlafen.“


Jesus spricht: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Der
Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach“: Matthäus 26,42

© Cornelia Hott 2003 (aufatmen.de)



2,Petr.3,9-13

"Der Herr säumt nicht mit der Verheißung, wie etliche es für ein Säumen halten, sondern er ist langmütig gegen uns, da er nicht will, daß jemand verloren gehe, sondern daß jedermann Raum zur Buße habe. Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; da werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. Da nun dies alles derart aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottseligkeit, dadurch, daß ihr erwartet und beschleuniget die Ankunft des Tages Gottes, an welchem die Himmel in Glut sich auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden!

Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt."



Letzen Endes wird nur eines zählen: sein Werk, welches er, der Sohn Gottes angefangen hat und in welchem wir Mitvollender sein können und dürfen - und sollen.
Das geht nicht aus eigener Kraft. Unsere Kraft hindert ihn nur. Aber wir dürfen darum flehen, das der, der das gute Werk in uns angefangen hat, es in uns vollenden möge.
Damit beschleunigen wir seine Wiederkunft, die Wiederkunft unseres geliebten Bräutigams, den wir aus den Himmeln erwarten.
Lieber HErr, schenke uns den Blick auf Deine Liebe, damit wir zu Überwindern werden, die sich selber für Deiner Gnade nicht wert achten, aber dich jeder Ehre und jeden Preis wert.
Dein Dein ist die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit, Amen!

Sonntag, 23. November 2008

Novemberblues

Grau in grau wohin ich auch schau.
Der Nebel legt sich auf mein Gemüt.
Aus meinen Gedanken werd ich nicht schlau.
Bin ich auch um Gute bemüht.

Kein Licht in meinen Zukunftsblick.
Kein Licht, nur Schatten rings um mich her.
Ich schau auf vergangene Tage zurück.
Bin müde und matt und ganz leer.

Mein Leben es läuft in Gedanken mir nach.
Was war alles falsch? Was war gut?
Müde vom Denken und trotzdem hellwach.
Zum Weiterdenken fehlt mir der Mut.

Nass und grausig der Himmel verhangen.
so liege ich hier in Decken verhüllt.
Will auch mein Herz die Sonne einfangen.
Ist doch mein Verstand zu unterkühlt.

Sind trübsinnig meine Gedanken auch Heut.
So weis ich das Gott mir Hilfe hier gibt.
Bringt Licht mir ins Dunkel, bringt Hoffnung und Freud.
Weil Gott mich unendlich liebt.

Sind deine Gedanken wie meine verworren!
So leg sie dem Heiland zu Füssen hin.
Denn er hat auch dir die Treue geschworen.
So glaub an sein Wort und lese darin!

©Frohsinn ,Rosemarie H.

Donnerstag, 20. November 2008

Schönheit für Asche

..um den Trauernden Zions Schönheit statt Asche zu geben. (Jes.61,3)


Tausende von Menschen wurden in ihrem Leben ernstlich verletzt. Sie kommen aus zerstörten Beziehungen oder einem missbrauchendem Hintergrund, was noch immer schlechte Frucht in ihrer Persönlichkeit produziert.

Gott möchte den Wind des Heiligen Geistes in unser Leben senden (Apostelgeschichte 2:1-4), um die Asche wegzublasen, die von Satans Versuch, uns zu zerstören, hinterlassen wurde und diese Asche durch Schönheit ersetzen.

Der Herr lehrte mich, dass eine andauernde schlechte Frucht von einer schlechten Wurzel kommt. Egal, wie sehr wir versuchen mögen, diese schlechte Frucht loszuwerden, solange die Wurzel nicht behandelt wird, wird irgend woanders noch mehr schlechte Frucht auftauchen.

Gott schuf uns, um geliebt zu sein. Er möchte uns lieben; Er möchte, dass wir einander lieben, und Er möchte, dass wir uns selbst lieben und annehmen. Ohne diese Grundlage der Liebe und Annahme wird es keine Freude und keinen Frieden geben.

Gott liebt dich sehr und Er hat einen ausgezeichneten Plan für dein Leben. Folge dem Heiligen Geist und Er wird dich schnell durch die Wüste ins Verheißene Land führen.

Einige von uns müssen umgepflanzt werden. Falls wir im falschen Boden begonnen haben, wird Jesus uns verpflanzen, so dass wir in Seiner Liebe verwurzelt und gegründet sein können, wie es die Bibel lehrt.

Wisse, dass du wertvoll, einzigartig, geliebt und etwas Besonderes bist. Wenn dies dein Fundament und deine Wurzel ist, wirst du gute Frucht produzieren.

Bitte Gott, dir Schönheit für Asche zu geben.

Fasse Mut und harre aus

Der frühe Schmetterling

Ein Insektenkenner erzählt, wie er lange Zeit die Puppe eines besonders
schönen Falters beobachtete: „Als der Zeitpunkt des Ausschlüpfens gekommen
war, konnte ich die ersten Anstrengungen sehen, die der Falter machte, um aus
seinem Gefängnis herauszukommen. Während eines ganzen Vormittags kämpfte er,
um die Hüllen zu durchbrechen. Er schien bei einem gewissen Punkt nicht
durchkommen zu können. Schließlich verlor ich die Geduld und wollte ihm
helfen. Mit einer feinen Scherenspitze beseitigte ich vorsichtig die Fäden des
Gewebes, um den Ausgang zu erweitern. Sofort kam der Schmetterling mit großer
Leichtigkeit heraus.

Aber wie eigentümlich war er gestaltet! An einem unförmig aufgedunsenen
Körper waren an jeder Seite kleine, zusammengeschrumpfte Flügel. Meine
unkluge Zärtlichkeit hatte das Verderben des Tieres verursacht. Gerade der
Druck, den der Körper beim Herausschlüpfen hätte erleiden müssen, sollte
die Lebenssäfte zwingen, in die Flügelgefäße einzudringen. Das war nun
nicht geschehen. Der Falter blieb eine elende Missgestalt.“

Wie oft wollen wir dem Druck von Leiden und Prüfungen ausweichen oder ihn
anderen ersparen und haben die Ausreifung und Entfaltung eines kostbaren Lebens
verhindert. Gottes Liebe hat die letzte Ausformung unseres Lebens im Sinn. Darum
erspart uns Gott nicht mitleidig schwach die Drucksituation, in der wir
ausreifen sollen.

Gottes Liebe ist zu echt und groß, um schwach zu werden. Halten wir aus im
Druck der Leiden und Anfechtungen. Unsere „Flügel“ sollen sich herrlich
entfalten, unser Glaube zur letzten Frucht ausreifen. Seien wir auch nicht
schwach in der Liebe zu Menschen, die uns anvertraut sind. Weichliche Liebe
kann manches Ausreifen und Entfalten verhindern. Vertrauen wir uns und die, die
uns lieb sind, der starken Hand unseres Vaters an. Er allein weiß, was uns
letztlich zum Besten dient. (Axel Kühner)

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben alle Dinge zum Besten dienen,
denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind“. Römer 8,28

(aus auftanken.de)


Wenn wir der Erziehung ausweichen, weichen wir seiner Hand aus. Seiner Hand, die uns nie etwas böses zuleide tut und nur Liebes für uns im Sinn hat.
Wie wenig habe ich es gelernt, was für einen Vater und Gott ich habe. Wie wenig habe ich begriffen, wie gut es Jesus mit mir meint.
Wie störrisch und unnachgiebig ist das Herz. Ein trotzig und verzagt Ding. Aber Gott sei Dank, der uns den Sieg gibt in Jesus Christus.

Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt,
ob Stürme auch drohen von fern,
mein Herze im Glauben doch allezeit singt:
Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn.


Wenn Satan mir nachstellt und bange mir macht,
so leuchtet dies Wort mir als Stern:
Mein Jesus hat alles für mich schon vollbracht;
ich bin rein durch das Blut meines Herrn.


Die Last meiner Sünde trug Jesus, das Lamm,
und warf sie weit weg in die Fern;
er starb ja für mich auch am blutigen Stamm:
Meine Seele lobpreise den Herrn.


Nun leb ich in Christo für Christum allein,
sein Wort ist mein leitender Stern.
In ihm hab ich Fried und Erlösung von Pein,
meine Seele ist selig im Herrn.


(Text: Theodor Kübler 1880 / Melodie: Philip Paul Bliss 1876)



Lehre mich glauben , Herr ,lehre mich flehn,
kindlich vertrauensvoll lehre mich flehn!
Segne ,o Herr, Dein Kind ,daß es ,von Lieb entzündt,
Seelen für Dich gewinnt !Lehre mich flehen!

(Bernhard Kühn 1842 - 1914 )